Oh my Buddah!

Gemächlich auf dem Mekong treibend berichten wir von einer ereignisreichen Woche.
Nachdem wir Koh Samet wieder verlassen hatten bangten wir auf der Rückfahrt nach Bangkok noch, ob unser ominöser Mittelsmann Mr. P.K. uns über seinen „Freund“, wie versprochen und schon bezahlt, Tickets für den ausgebuchten Nachtzug nach Chiang Mai ergattern konnte. Gott sei Dank war dem so und wir hatten eine lustige Eisenbahnfahrt in den Norden Thailands. Chiang Mai ist quasi das Freiburg Thailands, wenn auch mit dem vernachlässigbaren Unterschied, dass es vier Millionen Einwohner hat. Wunderschön ruhig mit vielen vegetarischen Biorestaurants.

Erstmal hatten wir aber einen dreitägigen Trekking-Trip durch den thailändischen Dschungel gebucht. Zu zehnt auf die Ladefläche eines Jeeps gequetscht (mit Gepäck) ging es in die Berge. Nach der ständigen Rumhockerei in Taxis, Tuk-Tuks, Zügen und am Strand war die sportliche Betätigung sehr angenehm, wenn auch die sanitären Einrichtungen in den Bergdörfern nicht gerande die luxuriösesten waren (siehe Bild). Unser kompetentes Führerteam bestand zu zwei Dritteln aus lustlosen Englisch-Studenten aus Bangkok, denen das ständige Rumgerenne in den Bergen auf die Nerven ging. Dafür bereicherten sie die abendliche Lagerfeuerrunde mit gutem Gitarrenspiel und mäßig gutem, dafür aber mutig lautem Gesang. Dazu wurde uns „Home-made Rice-Whiskey“ kredenzt.
Am zweiten Tag tourten wir mit dem hauptberuflichen Guide Nai alleine, was sich als sehr lustig und lehrreich erwies. Aus Langeweile schnitzte er uns Shotgläser aus Bambus und verbot uns, nicht zu lächeln. Von ihm stammt auch der legendäre Ausruf „Oh my Buddha“.
Während des Trips haben wir festgestellt, dass wir unseren zu lernenden Thai-Vokabeln im Verzug waren (wie die Lehrerin uns aufgetragen hat: eine pro Tag), also haben wir Zählen gelernt. Jetzt können wir auf Thai und, wie wir eben festgestellt haben auch auf Laotisch, auf 99 zählen. Jeah! Und da soll mal einer sagen, wir machen hier Urlaub. Wir sind quasi auf Fortbildungsreise.

Nach unserem Dschungel-Abenteuer hatten wir einen Thai-Kochkurs auf einer Organic Farm gebucht. Dort wurden wir von einer Miniaturthailänderin in die Geheimnisse der Thaiküche eingeweiht. Die zierliche Dame entpuppte sich als knallharte Pokerspielerin, die in den USA ganze Männerrunden um ihr Geld gebracht hat und die Thaiküche als ziemlich easy. Jetzt wissen wir, dass man bei einer Tom Yam die Hälfte gar nicht mit isst und dass sticky rice mehr Kalorien hat als steamed rice. Wir sind also quasi Profis.

Den Rest der Tage in Chiang Mai verbrachten wir mit Fruchtshakes (Rote Beete + Karotte + Orange sieht ziemlich scharf aus 😉 ) und Chang Beer und Singha Beer und Leo Beer… Barhopping eben. Und jetzt das Highlight, Mädels: Marisa war für 5€ (!) beim Frisör! Und meine Gebete wurden erhört, denn ich kann mich trotz Sprachbarriere noch im Spiegel anschauen.
Der Plan, Oli währenddessen mit einem Kaffee und Skyrim zu beschäftigen, ging leider nicht auf, da der Kriegercharakter eindeutig nicht spielbar ist. Und die Zweihandaxt hat überhaupt keinen Stil.

Per Minibus wurden wir am Freitag zur laotischen Grenze an den Mekong transportiert (Grenzübergang Chiang Khong – Houay Xai), wo wir die kälteste Nacht unserer bisherigen Reise verbrachten. Ein Mitreisender meinte, es wären 15°C gewesen, was aber physikalisch unmöglich ist, da man am Morgen in der Freiluftdusche seinen Atem sehen konnte. Nachdem wir unseren nächsten coolen Visumsstempel eingesackt und uns zu Kip-Millionären gemacht hatten, gings aufs Slow Boat.

Jetzt fahren wir seit fast zwei Tagen auf dem Mekong. Die Aussicht ist wunderschön, nur Wald und alle halbe Stunde ein Dorf aus fünf Bambushütten, Fischer oder spielende Kinder. Endstation ist Luang Prabang, laut unserem Reiseführer ein „kulturelles Kleinod im Norden Laos“. Dort sehen wir weiter.

Herzallerliebste Grüße, die ultimativen Traveller

 

Straßenrestaurant vor dem Bangkoker Bahnhof

 

Chiang Mai Flair

 

Tempelanlage in Chiang Mai

 

Marisa beim Trekking

 

Dusche im „Dschungelcamp“

 

Oli beim Thai-Kochkurs (NICHT mexikanisch!)

 

Mekong vom Slow-Boat aus

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