Bangkok und Ko Samet

Einen wunderschönen guten Tag um die halbe Welt wünschen wir aus unserer Mittagspause. Die ist nämlich bitter nötig bei 31° und gefühlter 110% Luftfeuchtigkeit. Jetzt haben wir uns ein bisschen akklimatisiert, aber zuerst haben wir natürlich alles falsch gemacht, wovor uns unser Reiseführer warnt: Erst mal haben wir uns von einem „staatlich geprüften“ Tourist Guide (komischerweise mit Australienshirt) in eine Touristen-Info/Reisebüro lotsen lassen, wohin wir für 20 Baht mit einem Tuk Tuk im Kreis gefahren wurden. Nachdem wir von dort entkommen sind, heldenhaft und ohne uns etwas aufschwatzen zu lassen, gings erst mal auf Taxisuche. Die ist in Bangkok nicht schwer, die muss man schon eher abwimmeln. Als unser freundlicher Taxifahrer erfahren hat, dass wir das erste mal in Bangkok sind, hat er uns spontan von seinen Snacks angeboten, die sehr abenteuerlich aussahen. Sie haben sich dann als weiße bzw. schwarze Kokosmasse mit Irgendwas herausgestellt. War aber lecker, auch wenn wir sicher waren, sofort die Überdosis Typhus im Gepäck zu haben. Als Neulinge im Land wollten wir ja aber auch nicht unhöflich sein und konnten solch eine Freundlichkeit nicht gleich ablehnen. Glücklicherweise haben wir überlebt und sind gut an unserem Guest House angekommen. Beim Erkunden der Gegend sind wir auch durch die Khaosan Road, die berühmt-berüchtigte Backpacker-Straße geschlendert, die mit lauter Psychadelic-Musik nicht gerade einladend wirkte.

Nach einer unruhigen, weil viel zu heißen Nacht, wollten wir uns auf die Suche nach einem Frühstück begeben und unterwegs noch schnell eine Stadtkarte organisieren. Doch ehe wir uns versahen, saßen wir auf einem Tuk Tuk, dessen Fahrer die Anweisung hatte, uns zu einer guten Touristen-Information und zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten des Viertels zu kutschieren. Und das für einen unschlagbaren Preis von ebenfalls 20 Baht. Wie es dazu kam? Als wir auf dem Weg an einem Stadtplan stehen blieben, sprach uns eine nette Thailänderin an und war ganz begeistert, uns ein paar Brocken Thai beizubringen (damit ihr auch was davon habt: Hallo=Sawasdi, Danke=Kom Kun) und uns den schönsten Tempel zu empfehlen. Damit wir auch gleich ein günstigen Gefährt dorthin hatten, winkte sie gleich ein Tuk Tuk heran und schickte uns auf die Reise mit den Worten: „If you finish, you pay, if not finished, don’t pay.“ Also gings los, ohne Frühstück. Als unsere Wasserreserven aufgebraucht waren und der Hunger überwältigend wurde, ließen wir uns am Wat Pho absetzen, wo wir erst mal an einer der tollen Straßenküchen Reis mit Tofu bzw. Hühnchen aßen. Für alle, denen das was sagt: Das Essen schmeckt hier wirklich wie beim Laoten, sehr lecker. Auch frisch geköpfte Kokosnüsse zum ausschlürfen sind nicht zu verachten. Die werden hier in Massen produziert und vertilgt (besonders von Marisa). Anschließend gings zur einstündigen Thaimassage im Wat Pho, wo dieselbige nach ungeklärten Quellen erfunden wurde. Ebenfalls sehr empfehlenswert.

Alles in allem ist Bangkok mit seinen 7mio. Einwohnern eine beeindruckende Stadt, aber unglaublich laut, voll und stinkend. Besonders die Abgase im chaotischen Verkehr sind alles andere als gesundheitsfördernd. Darum sind wir zum akklimatisieren für 3 Tage nach Ko Samet, eine kleine Insel ca. 3h von Bangkok entfernt. Hier frönen wir dem süßen Nichtstun auf einem weißen Strand mit glasklarem Wasser. Doch in der Mittagshitze ist es selbst dazu zu heiß und wir haben uns aufs Zimmer verzogen, um euch ein bisschen an unserer Reise teilhaben zu lassen. Wir haben jetzt übrigens auch rausgefunden, dass die Zeitverschiebung nach Deutschland 6h beträgt.

Morgen geht’s zurück aufs Festland und mit dem Nachtzug in den Norden nach Chiang Mai. Nächste Woche gibt’s neues aus Thailand… oder vielleicht schon Laos?

 

Sehr alter Tempel, der nur an einem Tag im Jahr für Touristen geöffnet hat. Sonst werden hier Hochzeiten abgehalten.

 

Tuk Tuk fahren

 

Bangkok vom Golden Mount aus

 

Wat Pho

 

Ko Samet

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Eine Antwort zu Bangkok und Ko Samet

  1. Elisabeth schreibt:

    Na da bin ich aber glücklich, dass es euch so gut geht 🙂 und ihr uns Daheimgebliebenen mit euren Erzählungen die innere Welt ein bisschen weitet.
    Lasst es euch gutgehen und macht weiter so ;D
    Elisabeth

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